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Tagebau

Strukturwandel

Was kommt nach der Braunkohle? Wie können die hochwertigen Arbeitsplätze in der Region gehalten und zugleich neue geschaffen werden? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung in diesem Prozess, der die Identität der heutigen Braunkohle-Region rund um Jülich gravierend verändern wird?

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wirft eine ganze Reihe von Fragen auf und ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen nicht nur für die rheinische Braunkohle-Region, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Um diese zu meistern, muss sich das Braunkohlerevier verändern. Dieser Strukturwandel hat bereits begonnen – und das Forschungszentrum hilft mit, ihn aktiv zu gestalten. Dabei kommt ihm seine exzellente wissenschaftliche Expertise ebenso zugute wie seine besondere Lage mitten im rheinischen Revier. Weiter lesen: Strukturwandel …
Laptop auf dem Rasen

Vlogs & Live-Chat: Wie Forschung zum Strukturwandel beiträgt

Das Forschungszentrum Jülich geht mit einer neuen Serie von "Video-Blogs" – kurz Vlogs – an den Start: Ab Mittwoch, 21. Oktober 2020, werden auf dem eigenen Youtube-Kanal über fünf Wochen jeweils mittwochs um 17 Uhr Kurzfilme über Projekte ausgestrahlt, mit denen das Forschungszentrum den Strukturwandel im Rheinischen Revier fördert und unterstützt. Reporter Johannes Döbbelt nimmt in den spannenden und unterhaltsamen Filmen interessierte Zuschauende mit ins Labor, in Reinräume, Werkhallen und zu den Jülicher Superrechnern. Dort lässt er sich von einem (Nachwuchs-) Forschenden erläutern, was genau hinter dem jeweiligen Projekt steckt. Direkt nach dem Video besteht die Möglichkeit, den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einem Live-Chat Fragen zu stellen. Die Serie läuft im Vorfeld des diesjährigen Jülicher Festvortrags, der am Dienstag, 1. Dezember 2020, von 18.30 Uhr erstmals für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Internet ausgestrahlt wird.Hier können Sie sich für den Festvortrag anmelden.

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Wolfgang Marquardt

Wandel gestalten

Das Rheinische Braunkohlerevier, in dessen Kern das Forschungszentrum Jülich liegt, steht vor großen Veränderungen. Die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung der Bundesregierung hat einen Pfad aufgezeigt, wie Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit beim Ausstieg aus der Kohleverstromung gelingen können. Dies ist eine große Herausforderung und zugleich eine große Chance.

Beitrag von Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, in den Jülich Blogs. Mehr lesen...

Projekte


Projekt iNEW

Wie kann das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) industriell genutzt und im Strukturwandel zur Chance für das Rheinische Revier werden? Dies ist nur eine der Fragen, die das vom Forschungszentrum Jülich koordinierte Forschungsprojekt "Inkubator für Nachhaltige Elektrochemische Wertschöpfung" (iNEW) beantworten will. Das Projekt versteht sich als offene Innovations-Plattform, die Entwickler und Technologieanwender zusammenbringt. (Foto: zwiboe / pixelio.de)

NEUROTEC

Neuro-inspirierte Technologien der Künstlichen Intelligenz für die Elektronik der Zukunft (NEUROTEC) - Das interdisziplinäre Projekt führt Experten des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen zusammen, die gemeinsam mit Partnern aus der Industrie neue Materialien und elektronische Bauelemente für neuroinspirierte Hardware entwickeln. Die Funktionsweise des Gehirns dient dabei als Grundlage für innovative Computerarchitekturen. Diese sogenannten neuromorphen Computer besitzen das Potenzial, zur Rechnergeneration der Zukunft zu werden. (Tim Caspary / pixelio.de)

BioökonomieREVIER

Das BioökonomieREVIER Rheinland soll europaweit eine Pilotregion werden, in der die Umwandlung traditioneller, auf fossilen Rohstoffen aufbauender Wirtschaftsweisen in eine nachhaltige, an den regionalen Gegebenheiten und Zukunftschancen ausgerichtete Bioökonomie implementiert wird. (Foto: Bernd Kasper / pixelio.de)

Themen


Die Umsetzung der folgenden Projekte wurde von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Mai 2020 empfohlen. Sie befinden sich aktuell in der Auswahlphase für eine mögliche Bewilligung im Rahmen des Strukturwandel-Förderprogramms der Bundes- und Landesregierung.

Wasserstoffforschung

Helmholtz-Cluster für Wasserstofftechnologie

Zeigen, was möglich ist – das wäre das Ziel des Helmholtz-Clusters für Wasserstofftechnologie (HC-H2). Das Forschungscluster ist als zentraler Baustein für eine Wasserstoff-Modellregion im Rheinischen Revier geplant. Es könnte sowohl die Entwicklung dieser vielversprechenden Technologie weiter vorantreiben als auch ihre praktischen Stärken in konkreten Beispielprojekten veranschaulichen. Eine wichtige Rolle spielen dabei organische Wasserstoffträger, sogenannte Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC)-Systeme. Federführend wäre hierbei das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien.

Der Supercomputer JURECA in der Rechnerhalle des JSC

Agency for Cognitive Computing

Wenn Daten der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind, dann sind innovative Ansätze wie das Cognitive Computing die neuen Förderwerkzeuge für diesen Rohstoff. Hier setzt die geplante Agency for Cognitive Computingr (ACC) an, indem sie lernfähige Verfahren entwickelt, um aus bloßen Daten nutzbares Wissen zu gewinnen. Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen oder neuro-inspiriertes Rechnen sind nur einige Forschungsbereiche, die dabei zur Anwendung kommen könnten. Die ACC würde als facettenreiche Plattform dienen, um die regionale Wirtschaft bei der bevorstehenden Digitalen Transformation zu unterstützen und so zu einem gelingenden Strukturwandel beizutragen. Das Projekt würde vom Jülich Supercomputing Centre betreut werden.

Forschen an den physikalischen Grenzen der Optik

Leuchtturm-Infrastruktur für höchstauflösende Elektronenmikroskopie

Exzellenz steckt im Detail - das gilt insbesondere für den Bereich der Werkstofftechnologie. Innovationen auf so wichtigen Gebieten wie der Energiewandlung und -speicherung, der Informationstechnologie oder auch im Pharmasektor sind nur möglich, wenn die Eigenschaften der zugrundeliegenden Materialien bis zur molekularen oder atomaren Ebene verstanden sind. Für diesen genauen Blick auf die entscheidenden Details könnte das ER-C 2.0 sorgen. Mit seinen einzigartigen Möglichkeiten für höchstauflösende Elektronenmikroskopie böte es die Möglichkeit, Unternehmen in der Strukturwandelregion bei der Entwicklung neuer Materialtechnologien zu unterstützen. Das Rheinische Revier hätte so die Chance, zu einer attraktiven Region für die Ansiedlung neuer Werkstofftechnologien zu werden.

Transfer- und Konferenzzentrum

Transfer- und Konferenzzentrum

Ein Prozess wie der Strukturwandel braucht Orte, an denen alle Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen können. Das „Transfer- und Kongresszentrum“ am Forschungszentrum Jülich soll so ein Ort werden. An zentraler Stelle in der Wissenschaftsregion Rheinland, wäre es eine Plattform des Dialogs für die unterschiedlichen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit seinen Arbeitsschwerpunkten in der nutzenorientierten Grundlagenforschung ist das Forschungszentrum ein optimaler Standort, um das Innovationspotential wissenschaftlicher Erkenntnisse zu thematisieren. Darüber hinaus könnte das Zentrum aber auch einen Raum bieten, um Fragen an die Wissenschaft selbst richten zu können.

Experten


Prof. Dr. Rafal E. Dunin-Borkowski

Prof. Rafal Dunin-Borkowski

Prof. Rafal Dunin-Borkowski ist Direktor am Jülicher Peter Grünberg Institut und Professor für Experimentalphysik an der RWTH Aachen sowie Direktor am Ernst Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen. Er forscht seit mehr als 20 Jahren an fortgeschrittenen Methoden der Elektronenmikroskopie, unter anderem der Elektronenholografie. Zu den bisherigen Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere gehörten Aufenthalte in Cambridge, Oxford und Arizona. Der vielfach ausgezeichnete Physiker hat 2019 einen ERC Synergy Grant des europäischen Forschungsrats erhalten.

Prof. Rüdiger Eichel

Prof. Rüdiger Eichel

Prof. Rüdiger-A. Eichel leitet das Institut für Energie- und Klimaforschung, Grundlagen der Elektrochemie (IEK-9) und ist Gründungsdirektor des Kompetenzzentrums Nachhaltige Elektrochemische Verfahrenstechnik (ELECTRA). Hier erforschen der Physiker und sein Team neuartige Energiespeicher und Energiewandler. Ihr Ziel ist es, Batterien, Brennstoffzellen und Elektrolyseure effektiver, bezahlbarer, langlebiger und sicherer zu machen. Eichel ist Koordinator des Kopernikus-Projektes Power-to-X und Leiter des Strukturwandel-Projektes iNEW.

Prof. Dr. Thomas Lippert

Prof. Thomas Lippert

Prof. Thomas Lippert ist Direktor des Jülich Supercomputing Centre am Forschungszentrum Jülich, Mitglied des Direktoriums des John von Neumann-Instituts für Computing (NIC) und hat eine Professur für „Modulares Supercomputing und Quanten-Computing“ am Institut für Informatik der Goethe-Universität Frankfurt inne. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied des Gauss Centre for Supercomputing (GCS). Seine Forschungsinteressen umfassen Gittereichtheorien, Quantencomputing, numerische und parallele Algorithmen und Cluster-Computing.

Prof. Dr. Joachim Mayer

Prof. Joachim Mayer

Prof. Joachim Mayer hat einen Lehrstuhl für Mikrostrukturanalyse inne und ist Leiter der Zentraleinrichtung für Elektronenmikroskopie der RWTH Aachen. Seit der Gründung des Ernst Ruska-Centrums im Jahr 2004 ist er einer der beiden Direktoren des Zentrums. Er forscht dort an der Weiterentwicklung bildgebender Verfahren bis auf die atomare Ebene.

Ulrich Schurr

Prof. Ulrich Schurr

Prof. Ulrich Schurr verfügt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Bioökonomie. Der Pflanzenforscher leitet die Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER Rheinland und ist Direktor des Bereichs Pflanzenwissenschaften am Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG-2) des Forschungszentrums Jülich. Außerdem ist er Sprecher des geschäftsführenden Direktoriums des Bioeconomy Science Centers (BioSC). Er lehrt an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Prof. Rainer Waser

Prof. Rainer Waser

Prof. Rainer Waser vereint als Natur- wie Ingenieurwissenschaftler in besondere Weise den Kerngedanken der nutzeninspirierten Grundlagenforschung. Der Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises leitet den Bereich Elektronische Materialien am Peter Grünberg Institut des Forschungszentrums Jülich sowie das Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik II (IWE II) an der RWTH Aachen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt seit einigen Jahren auf der Untersuchung und Entwicklung von elektronischen Bauelementen für künftige Rechner.

Prof. Dr. Peter Wasserscheid

Prof. Peter Wasserscheid

Prof. Peter Wasserscheid hat einen Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne und ist Direktor des Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg, einer Außenstelle des Forschungszentrums Jülich. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler erforscht und entwickelt Lösungen für eine klimaneutrale, nachhaltige und kostengünstige Nutzbarmachung erneuerbarer Energien. So beschäftigt er sich unter anderem mit Möglichkeiten, Wasserstoff chemisch zu speichern und zu transportieren. Der Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises hat 2010 einen ERC Advanced Investigator Grant erhalten.

Initiativen und Kooperationen


Zukunftsagentur

Ein Revier mit Zukunft

"Im For­schungs­zen­trum Jülich leisten wir wis­sen­schaft­liche Bei­träge zur Zukunfts­fä­hig­keit unserer Gesell­schaft in den Berei­chen Energie, Klima und Umwelt, Infor­ma­tion und Bio­me­dizin. Die Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier bietet einen Rahmen, um unsere For­schung in der Region wirksam werden zu lassen, in der wir leben und arbeiten." Prof. Wolfgang Marquardt 

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Zusatzinformationen

Keyvisual Festvortrag 2020

Hier können Sie sich für den digitalen Festvortrag 2020 anmelden.

Laptop auf dem Rasen

Videoserie zum Strukturwandel


    

Vom Klimakiller zum Rohstoff - Was aus CO2 alles werden kann

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Smartes Vorbild: Unser Gehirn und die Computer der Zukunft

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Bioökonomie im Rheinischen Revier

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Lernende Maschinen - Supercomputer ändern Industrie & Arbeitswelt

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Unterm Super-Mikroskop: Materialien für Batterien und Computer

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Grüner Wasserstoff: Chance für nachhaltige Mobilität und Energie

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Das FZJ unterwegs im Strukturwandel


10.01.2020 Science for Future im Haus Overbach
16.12.2019 Auftaktveranstaltung PLAIN im Forschungszentrum Jülich
02.12.2019 Richtfest Brainergy Park Jülich
02.09.2019 Zukunftskonferenz Strukturwandel in Düren
24.06.2019 Zukunftslabor indeland /Strukturwandelkonferenz Kreis Düren
24.10.2018 Revierfahrt Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ im Rheinischen Revier