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Erfolgsgeschichte mit Potenzial – das Bioeconomy Science Center für eine nachhaltige Bioökonomie

Jülich, 10. März 2021 – Seit zehn Jahren bündeln das Forschungszentrum Jülich, die Universitäten Bonn und Düsseldorf sowie die RWTH Aachen im Bioeconomy Science Center (BioSC) ihre Kompetenzen für eine systemische und integrierte Bioökonomieforschung. Beim 5. BioSC Symposium am 5. März wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt und neue Entwicklungen und Herausforderungen in den Blick genommen sowie erstmals der Christian-Patermann-Preis überreicht.

Die Menschheit steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, knapper werdende Ressourcen und eine wachsende Weltbevölkerung erfordern ein Umdenken und neues, nachhaltigeres Handeln und Wirtschaften als bisher. Das erfordert eine übergreifende Verknüpfung von Wissen und Technologien, den Schutz und Erhalt natürlicher Ressourcen, eine Umstellung der Basis für Lebensmittel und Rohstoffe sowie wirksame gesellschaftliche Veränderungen.

Titelbild BioSC10 Jahre BioSC: Zum Jubiläum ist eine eigene Broschüre erschienen.
Copyright: BioSC

Am Forschungszentrum Jülich und den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Aachen wurden frühzeitig die Notwendigkeit und die Potenziale der Entwicklung einer nachhaltigen, wissensbasierten Bioökonomie erkannt. Mit der Gründung des BioSC im Herbst 2010 begannen die vier Partner eine institutionen- und disziplinübergreifende Zusammenarbeit in Forschung und Ausbildung für die Transformation zu einer Bioökonomie, die bis heute einzigartig ist. Seit 2013 fördert das Land Nordrhein-Westfalen das NRW-Strategieprojekt BioSC und hat damit bisher rund 60 Forschungsprojekte ermöglicht.

Beim 5. BioSC Symposium präsentierten Wissenschaftler aus dem BioSC sowie externe Experten, unter anderem aus der Industrie, Beiträge zur nachhaltigen Produktion von Pflanzen, zu neuen biobasierten Prozessen und Produkten sowie zu Transformation und Nachhaltigkeit auf regionaler, nationaler und globaler Ebene. Thorsten Menne, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, und Andrea Noske, Bundesministerium für Bildung und Forschung, betonten die essenzielle Notwendigkeit eines systemischen und interdisziplinären Denkens und Handelns sowie einer Vernetzung aller Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Gesellschaft und die Bedeutung von Forschung für einen erfolgreichen Transformationsprozess. Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, hob den Bedarf geeigneter Förderstrukturen für systemische und komplexe Fragestellungen wie in der Bioökonomieforschung hervor. Der Strukturwandel in der Region eigne sich als ideales Reallabor für eine exemplarische Umsetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft.

Prof. Thomas Müller-Kirschbaum, ehemals Henkel AG & Co. KGaA, betonte in seinem Grußwort, dass nur nachhaltige Innovationen wettbewerbsfähig sein könnten. Für die Zukunft wünsche er sich insbesondere einen noch stärkeren Austausch zwischen Industrie und Forschung. Das BioSC und seine Partner böten hier eine etablierte, ideale Kooperationsbasis. Uwe Fritsche vom Internationalen Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und-strategien wies darauf hin, dass die Bioökonomie die Möglichkeit und Verpflichtung habe, zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Die Post-COVID-Zeit böte eine große Chance, den erforderlichen Umbau zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft zu erzielen.

Der mit 25.0000 Euro dotierte Christian-Patermann-Preis wurde an Dr. Michael Wustmans von der Universität Bonn verliehen und würdigt herausragende Leistungen bei der Anleitung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu exzellenter und relevanter Forschung. Der Preis wurde durch den Namensgeber persönlich verliehen und ehrt Christian Patermann, den Begründer der wissensbasierten Bioökonomie in Europa.

Einen Überblick über die Ergebnisse und Entwicklungen aus zehn Jahren Forschung, Ausbildung und Kooperation des BioSC liefert eine Jubiläumsbroschüre unter: www.biosc.de

Weitere Informationen:
Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenwissenschaften (IBG-2)
Bioeconomy Science Center (BioSC)

Ansprechpartnerin:
Dr. Heike Slusarczyk
Tel.: 02461 61-3003
E-Mail: h.slusarczyk@fz-juelich.de