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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)

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Sensor Elektronik zur Erfassung der Temperaturen der oberen Atmosphäre erfolgreich im Weltall

Jülich, 18. Januar 2019 – Vom Weltraumbahnhof Jiuquan in Nordwest-China startete im Dezember 2018 eine Rakete. Mit an Bord: ein Satellit zum Test eines neuen Kommunikationssystems zur Internetversorgung und das Spektrometer „AtmoSHINE“. Entwickelt von Atmosphärenphysikern und Elektronikingenieuren des Forschungszentrums Jülich sowie der Bergischen Universität Wuppertal, soll es Temperaturen in der oberen Atmosphäre messen. Inzwischen hat der Satellit seine Umlaufbahn erreicht und umkreist die Erde in einer Höhe von 1100 Kilometern. Nach einer Testphase steht fest: Das Spektrometer funktioniert auch unter harschen Weltraumbedingungen einwandfrei. Erste Messdaten wurden bereits heruntergeladen und werden derzeit ausgewertet. Sie dienen einer verbesserten Klimamodellierung.

Die von den Wissenschaftlern und Ingenieuren des Jülicher Zentralinstituts für Engineering, Elektronik und Analytik, - Systeme der Elektronik (ZEA-2) entwickelte Sensor-Elektronik bildet das zentrale Datenerfassungs- und Kommunikationssystem im miniaturisierten Spektrometer AtmoSHINE. Sie basiert auf einem Konzept, das im März 2017 im Rahmen des REXUS-Programms erfolgreich auf einer Höhenforschungsrakete unter weltraumnahen Bedingungen getestet wurde.

Systemintegrationstests des Engineering-ModelsIntegration der Sensor Elektronik in reiner Laborumgebung
Copyright: Forschungszentrum Jülich GmbH

Die Entwicklung, Integration und Qualifizierung der Komponenten wurden komplett im Hause durchgeführt. Die Wissenschaftler und Ingenieure um Prof. Stefan van Waasen hatten zusammen mit den Kollegen vom IEK-7 und den Physikern aus Wuppertal nur knapp ein Jahr Zeit, das neue Instrument zu bauen und zu testen. „Wir haben in kürzester Zeit ein frei konfigurierbares Messsystem basierend auf modernsten Technologien entwickelt, welches hiermit für weitere Missionen qualifiziert und neue Anwendungsgebiete ermöglichen wird“, so Stefan van Waasen. Die Sensor Elektronik ist so konzipiert, dass verschiedenste Arten von Sensoren, Detektoren oder Kameras angesteuert und ausgelesen werden können. Darüber hinaus bietet das modulare Konzept die Möglichkeit, die Elektronik sehr leicht auf die Anforderungen und Schnittstellen der Mini-Satelliten (CubeSats) anzupassen.

Qualifizierung des Instruments in der EMV-KammerÜberprüfung der Elektronik in der EMV-Kammer
Copyright: Forschungszentrum Jülich GmbH

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des FZJ vom 18. Januar 2019

Pressemitteilung der BUW vom 18. Januar 2019

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Stratosphäre (IEK-7)

Ansprechpartner:

Tom Neubert
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik
ZEA-2 - Systeme der Elektronik
Projekte und Applikationen - Messsysteme

Phone: +49 2461 61 8829
Fax: +49 2461 61 3990
Email: t.neubert@fz-juelich.de
Web: http://www.fz-juelich.de/zea/zea-2


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