Navigation und Service

Stiftung fördert Parkinson-Forschung

Jülich/Düsseldorf, 26. Februar 2021 – Die Michael J. Fox Foundation (MJFF) fördert ein Projekt des Forschungszentrums Jülich und des Unternehmens Priavoid in Düsseldorf mit rund 500.000 Euro. Bei dem gemeinsamen Forschungsvorhaben geht es darum, einen Wirkstoff zur Behandlung von Parkinson zu entwickeln.

Parkinson ist die zweithäufigste altersbedingte neurodegenerative Störung. Weltweit sind schätzungsweise sieben bis zehn Millionen Menschen von der Krankheit betroffen. Gegenwärtig lassen sich nur die Symptome der Erkrankung behandeln.

Die Forschung am Jülicher Institut für Strukturbiochemie konzentriert sich auf α-Synuclein: Dieses körpereigene Protein faltet sich bei Parkinson falsch und bildet Oligomere, die für die Nervenzellen im Gehirn schädlich sind. Gemeinsam mit Priavoid soll nun ein antiprionisches All-D-Peptid als pharmazeutischer Wirkstoff gegen diese Oligomere entwickelt und untersucht werden.

"Wir wollen dadurch erreichen, dass die toxischen α-Synuclein-Oligomere in ihre monomeren Bausteine zerlegt werden. Damit zerstören wir die krankheitsverursachenden Verklumpungen, verhindern ihre Neubildung und dass sie sich im Gehirn ausbreiten", sagt Prof. Dieter Willbold, Direktor des Jülicher Instituts und Professor für Physikalische Biologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zusammen mit Prof. Erdem Tamgüney leitet er die Jülicher Forschung des von der MJFF geförderten Projekts.

Die Priavoid GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das im September 2017 aus dem Forschungszentrum Jülich und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ausgegründet wurde. Der kanadische Schauspieler Michael J. Fox gründete seine Stiftung im Jahr 2000, nachdem er selbst an Parkinson erkrankt war.

Institut für Biologische Informationsprozesse, Strukturbiochemie (IBI-7)

Priavoid GmbH

Pressekontakt:
Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel.: 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de