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SiME-Projekt abgeschlossen

Jülich / Wermelskirchen, 3. Juni 2019 – Drei Jahre lang haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, der Lebenshilfe Bergisches Land, der Hochschule Niederrhein, der Otto-von-Guericke-Universität und PTV Transport Consult GmbH Studien durchgeführt, um Menschen mit Behinderungen im Notfall besser evakuieren zu können. Im Mai wurde das vom BMBF geförderte Projekt „Sicherheit für Menschen mit Einschränkungen“ (SiME) nun mit einer Abschlussveranstaltung in den Lebenshilfe-Werkstätten in Wermelskirchen beendet.

Wer in Not ist, braucht schnell Hilfe. Dabei stellt die Rettung von Menschen mit Beeinträchtigungen die Rettungskräfte in Notfällen vor große Herausforderungen. "Viele dieser Menschen können sich nicht selbst retten oder auch nur die Gefahrensituation erkennen", erklärt Jette Schumann, Mitarbeiterin der Abteilung „Pedestrian Dynamics – Empiricism“ am Jülicher Institute for Advanced Simulation.

Ziel des Projektes war deshalb, das Bewegungsverhalten und die Selbstrettungsfähigkeiten unterschiedlicher Personengruppen zu untersuchen. "Dazu gehört, die Gestaltung von Fluchtwegen unter anderem in Wohneinrichtungen oder Werkstätten mit behinderten Menschen zu verbessern", so Schumann. "Ebenso wichtig ist jedoch die effiziente Vorbereitung der Betroffenen auf kritische Situationen. Während des Projekts wurde deshalb auch ein Konzept zur Schulung beeinträchtigter Menschen für die Notfallsituation entwickelt."

SiME: Rollstuhl-ParcoursNeben der Präsentation der Projektergebnisse konnte ein Rollstuhlparcours während der Abschlussveranstaltung in Wermelskirchen genutzt werden, um die alltäglichen Herausforderungen von Rollstuhlfahrern nachzuempfinden.
Copyright: Gina Sasse, Lebenshilfe Bergisches Land

Weitere Informationen:

SiME-Projekt

SiME auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Pedestrian Dynamics – Empiricism (englisch), Institute for Advanced Simulation, Civil Safety Research (IAS-7)

Ansprechpartner:

Dr. Maik Boltes
Institute for Advanced Simulation
Civil Safety Research (IAS-7)
Tel.: 02461 61-6557
E-Mail: m.boltes@fz-juelich.de